Stipendien

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Aus Panik 20:

Stipendium, das ist nicht nur Erasmus-Förderung im Ausland. Viele Stiftungen vergeben auch in Deutschland Studienstipendien an ausgewählte Studenten. Die Kriterien, nach denen aus den Bewerbern ausgewählt wird, sind je nach Stipendium sehr unterschiedlich. Natürlich wollen alle Stiftungen hervorragende Studienleistungen, Verantwortungsbewusstsein und gesellschaftspolitisches Engagement sehen. Außerdem wird oft auf Persönlichkeit, ein hohes Reflexionsvermögen, Neugier und Kreativität geachtet. Darüber hinaus hat jede Stiftung ihr eigenes Ideal vom guten Studenten. Je nach Stiftung wird ausgewählt nach politischer Orientierung, Religion, Migrationshintergrund, schwieriger Kindheit, Frauen in Männerberufen, Männer in Frauenberufen und kulturellem Interesse. „Bedürftigkeit“ ist nicht unbedingt ein Kriterium. Aber letztendlich wird die Höhe der finanziellen Förderung natürlich aufgrund der Bedürftigkeit berechnet. Du hast weder einen Migrationshintergrund, noch bist du besonders religiös? Wenn du gerne verreist, dann ist das dein kulturelles Interesse. Wenn du gerne Fußball spielst und im Verein die F-Jugend trainiert hast, ist das dein ehrenamtliches Engagement. Chor, Alpenverein, Naturschutz, Fachschaft, als Kind Ministrant gewesen, später das erste Ultimate-Team in der Stadt gegründet oder die Demo gegen Studiengebühren organisiert. Wenn man nachdenkt, fallen doch den meisten von uns einige interessante Sachen ein, die wir in unserem Leben schon so angestellt haben. Jetzt müssen nur noch die Noten passen, und du bist Kandidat für ein Studienstipendium. Lass dich vom Kriterium „hervorragende Studienleistungen“ aber nicht abschrecken: es ist letztlich immer die Frage, wie man sich verkauft. Was wird geboten? Ein Stipendium bietet dir materielle und ideelle Förderung. Die materielle Förderung, das ist meistens zunächst ein Büchergeld von ca. 80 Euro als Grundförderung. Die eigentliche Förderung wird wie die BaFöG-Förderung berechnet, nur dass man sie eben nicht zurückzahlen muss. Schließlich gibt es noch diverse Zusatzförderungen, wie etwa für Studierende mit Kind. Die ideelle Förderung ermöglicht den Zugang zu einer ganzen Reihe interessanter Veranstaltungen, wie Seminaren, Fortbildungen, Diskussionsveranstaltungen und sogar mehrtägigen Studienreisen. Inhaltlich orientieren sich die Veranstaltungen selbstverständlich an den Idealen und Zielen der entsprechenden Stiftung. Zudem kann man sich mit anderen Stipendiaten austauschen, es gibt Hochschulgruppen und bundesweite Netzwerke. Wichtig ist, dass du die Stiftung findest, die zu dir passt. So haben alle politischen Parteien, die Kirchen und viele große Wirtschaftsverbände eigene Studienstiftungen. Hier die Links zu einigen großen Stiftungen (Liste nicht vollständig)


Stiftung Cusanuswerk (katholische Kirche) Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) Hanns-Seidel-Stiftung (CSU) Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne) Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke) Studienstiftung des deutschen Volkes Villingst (evangelische Kirche)

Links www.cusanuswerk.de www.fes.de www.freiheit.org www.hss.de www.boell.de www.kas.de www.rosalux.de www.studienstiftung.de www.evstudienwerk.de


Aus Panik 21:

Studieren ist teuer, das weiß jeder Student. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, an Geld zu kommen, ohne jeden Samstag Nachmittag dafür kellnern zu müssen. „Stipendium“ heißt das Zauberwort, das vielen Studenten in München die Möglichkeit gibt, ihr Studium zu finanzieren. Denn um an ein Stipendium zu gelangen muss man nicht zaubern können. Weil aber viele der Münchener Studenten über das Angebot an Stipendien nicht Bescheid wissen, werden diese auch kaum in Anspruch genommen. In der letzten Ausgabe der p.a.n.i.k.* haben wir deshalb bereits die klassischen Studienstipendien vorgestellt. Darüberhinaus gibt es aber auch noch zahlreiche weitere Fördermöglichkeiten für Studenten, die teils kaum bekannt sind. So bietet die TU München eigens für TUM- Studenten Förderprogramme, wie die Förderung von studienbe- zogenen Auslandsvorhaben, das allgemeine Hochschulstipendium, das Oskar-Karl-Forster-Stipendium oder den Nicolaus-Fonds.

Das Allgemeine Hochschulstipendium der TU München Das Allgemeine Hochschulstipendium bietet eine finanzielle Förderung von 150 € bis 1000 € pro Semester. Bewerben kann sich jeder TUM-Student, der mindestens 2 Semester seines Studiums schon hinter sich hat und das sooft er möchte. Auch ausländische Studenten an der TUM können sich bewerben, sofern sie BAföG-berechtigt sind. Auswahlkriterium für das Allgemeine Hochschulstipendium der TUM sind Würdigkeit und Bedürftigkeit. Wer also ein geringes Einkommen und gute Studienleistungen vorweisen kann, hat Chancen auf dieses Stipendium, wenn auch ein Dozent den Antrag befürwortet. Der nächste Abgabetermin für die Bewerbungsunterlagen ist Ende September. http://portal.mytum.de/studium/stip/st24

Förderung von studienbezogenen Auslandsvorhaben Studienbezogene Auslandsvor- haben können Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeiten im Ausland sein, aber auch Praktika oder Studienaufenthalte. Der Auslandsaufenthalt muss mindestens einen Monat dauern und höchstens von einem Mittel zu dem gemeinsamen Zweck und Ziel werden, das uns motiviert und anspornt. Es geht deshalb darum, unseren Kompass neu zu „norden“, das Ziel neu zu stecken. Dazu hilft uns die Philosophie eines Immanuel Kant, aber auch Ethik und für uns Christinnen und Christen die Bibel. Das könnte dann für den und die StudentIn, DiplomandIn und DoktorandIn, der/die jetzt nach einem Weg in eigenständiges Arbeiten sucht, bedeuten, ihre Ziele nicht nach unten zu stecken. An einer nachhaltigen Wirtschaft mitzuwirken, sie vorauszudenken, sie vorauszuentwickeln, das ist doch ein Jahr. Dafür bekommt man von diesem Stipendium einen Reisekostenzuschuss. Zudem gibt es als Teilstipendium je nach Zielland Zuschüsse für höhere Lebenshaltungskosten. Diese orientieren sich an den BaföG-Auslandszuschlägen. Bei der Auswahl werden Bewerbungen für das außereuropäische Ausland bevorzugt. http://portal.mytum.de/studium/stip/studium_im_ausland

Nicolaus-Fonds Der Nicolaus-Fond gewährt Exkursionsbeihilfen für Studienreisen. Um den Nicolaus-Fond in Anspruch nehmen zu können, muss man mindestens 4 Semester seines Studiums an der TUM bereits absolviert haben. Voraussetzung ist auch hier wieder „Bedürftigkeit“, man muss also seine Einkünfte auf dem Bewerbungsformular angeben, um zu zeigen, dass man bedürftig ist, sowie die Befürwortung eines Dozenten. Dafür werden im Nachhinein Ausgaben im Wert von 150 € bis 450 € zurückerstattet, die man mit Originalbelegen nachweisen muss. Die Förderung kann wiederholt gewährt werden. http://portal.mytum.de/studium/stip/st23

Oskar-Karl-Forster- Stipendium für Bücher und Lernmittel Bewerben können sich alle TUM- Studenten ab dem 3. Semester, sowie ausländische Studenten, sofern sie BAföG-berechtigt sind. Kriterium ist neben „Bedürftigkeit“ hier auch „Begabung“. Das heißt konkret, dass ihr einen Dozenten finden müsst, der euch für förderungswürdig hält und euren Antrag unterschreibt. Natürlich wird es schwierig, wenn ihr euren Chemie-Professor bittet, einen Antrag für Software-Handbücher oder Ratgeber zu Brauerei-Techniken zu unterschreiben. Überlegt euch also zuerst, welche Bücher ihr für ein bestimmtes Fachgebiet braucht und sucht euch dann einen Dozenten in diesem Fachgebiet, der es euch absegnet. Wird der Antrag genehmigt, dürft ihr euch die entsprechenden Bücher im Wert von 100 € bis 400 € kaufen. http://portal.mytum.de/studium/stip/st21